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Gedanken zum Thema Frieden

Woran krankt die Welt?

Aufsatz von Dr. Rüdiger Dahlke aus dem Jahr 2001

Eines der verblüffendsten Sanierungsbeispiele, das viel zu wenig Aufmerksamkeit erregt, findet seit zehn Jahren in Afrika statt, wo man es vielleicht am wenigsten erwartet hätte: Die beiden ehemaligen portugiesischen Kolonien Mocambique und Angola im Osten und Westen Afrikas unterschieden sich vor zehn Jahren kaum. Der Bürgerkrieg tobte in beiden, lediglich hatte Angola durch seinen Reichtum an Diamanten und Öl die viel bessere Ausgangssituation.

Inzwischen schrieb die Frankfurter Allgemeine am 9.4.99: „Größer könnte der Unterschied zwischen ehemaligen Kolonien nicht sein. Vor einem Jahrzehnt lagen Angola wie auch Mocambique im Bürgerkrieg. Angola besaß reiche Ressourcen von Öl und Diamanten, Mocambique galt in den Weltbankstatistiken als ärmstes Land der Welt. Zehn Jahre später hat sich der Krieg in Angola verschärft, Mocambique gilt dagegen als Musterfall einer friedlichen Streitbeilegung. Die geachtete Regierung schlichtet bei Konfliktfällen in der Region. Die Wirtschaft weist Wachstumsraten von mehr als zehn Prozent auf und eine Inflation von null Prozent, die Währung steigt auf dem freien Markt auch gegenüber dem amerikanischen Dollar. Dass Mocambique auf dem besten Wege ist, eine der wenigen rechtsstaatlichen Verfassungen nicht nur auf dem Papier zu erhalten, zeigt schon jetzt die Haltung gegenüber der Pressefreiheit.“

Was die FAZ nicht weiß oder jedenfalls nicht berichten will, ist, dass diese Entwicklung systematisch unter dem Präsidenten Chissano geplant und gefördert wurde. Das wäre an sich nichts Besonderes, denn das versuchen natürlich alle anständigen Regierungen. Aber der Weg, den Chissano und seine Leute gingen, ist so spektakulär, dass es einem die Sprache verschlagen kann. Der Staatspräsident ließ in der Armee so genannte Köhärenzgruppen einführen: Gruppen von Soldaten, die meditieren – und das auf einem stabilen und hohen Niveau.

Als der ehemalige Staatspräsident Oskar Arias vor Jahrzehnten von Costarica aus der Welt den Frieden erklärte und die Armee abschaffte, ging ein Raunen um den Globus. Allerdings fanden sich keine Nachahmer, zuviel stand wohl auf dem Spiel – für die Politiker und die Industrie und Militärs der jeweiligen Nationen.

Dagegen ist der Ansatz von Joachim Chissano viel einfacher, billiger und spektakulärer. Da er aber keine äußeren Maßnahmen, sondern innere ergriff, wurde er außerhalb Mocambiques nur einigen wenigen Insidern bekannt. Und weil es dort seitdem verblüffend gut läuft, wird von unserer katastrophensüchtigen Presse gar nicht mehr darüber berichtet. Dabei hatten die Lehrer der Transzendentalen Meditation (TM) genau vorausgesagt, was jetzt bereits passiert ist. Damals klang es völlig verrückt, einem vom Bürgerkrieg zerrütteten, extrem armen Land in Afrika eine goldene Zukunft oder auch nur eine Null-Inflationsrate oder ein drastisches Zurückgehen der Kriminalität und An-steigen des Wirtschaftswachstums vorauszusagen. Am Anfang wurden die Meditationslehrer ungläubig verlacht, jetzt wo dieser wundervolle Umschwung wirklich statt-gefunden hat werde sie ignoriert. „Was ist nur los mit der Welt?“ mag man sich da fragen.

Geschrieben von peacehappens

April 4, 2008 um 8:10

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