Ist Frieden machbar?
Es gibt den sinnigen Spruch “shit happens” und ganz in diesem Sinn habe ich den Weblog-Namen gewählt “peace happens”. Shit happens meint im Grunde, dass alles passiert – Pleiten, Pech und Pannen, Krankheit, Armut, Verbrechen, Krieg, Tsunamis, Tod und was es dergleichen mehr gibt. Wenn ich dieser Linie weiter folge, dann passieren natürlich auch Glück, Wohlstand, Gesundheit, liebevolles Verhalten, Achtsamkeit, … und eben auch Frieden.
Im Gegensatz zu dieser These stehen Aussagen wie “jeder ist seines Glückes Schmied”, “hilf dir selbst, dann hilft dir Gott”, “jeder Soldat trägt den Marshallstab im Tornister”, “jeder ist für sein Leben selbst verantwortlich”, …. Wer wenn nicht wir selbst ist für Krieg und Frieden zuständig, müsste man ganz im Sinne dieser Aussagen fragen? Und eigentlich ginge es dann lediglich noch um das Wie. Wie können wir Frieden erreichen? Wie können wir für den Frieden arbeiten? Welche Bedingungen müssen erfüllt werden, damit auf der ganzen Welt Frieden herrschen kann? Dies ist das weite Feld der Friedensforschung und die Friedensforscher haben auch schon viel Material zusammengetragen. Wer sich den Zustand der Welt betrachtet, wird feststellen, dass die Arbeit der Friedensforscher bisher wenig Früchte getragen hat. Diese Welt ist nicht friedlich, und für mich stellt sich die Frage, ob nicht der ganze Ansatz der Friedensforscher von falschen Prämissen ausgeht.
Ich möchte in meinen folgenden Beiträgen über den anderen Ansatz nachdenken, der davon ausgeht, dass alles geschieht. Frieden geschieht. Vielleicht liegt hier ja auch der Schlüssel für das bisherige Scheitern aller Friedensarbeiter. Vielleicht.